Vergangene Projekte

Projekte für die Zukunft
Die Stiftung Pro Guarda hat unterschiedlichste Projekte unterstützt. Allen gemeinsam ist eins: Sie begleiten Guarda auf dem Weg in eine weiterhin lebendige Zukunft.

Haus Nr. 87: Töpferei

1985 erwirbt und renoviert die Pro Guarda das Haus Nr. 87, ein Wohnhaus mit fünf Zimmern für eine Familie mit Kindern. 1993 wird der Vieh- und Heustall ausgebaut, wodurch die Familie mit einer Töpferei  und einem Laden eine Existenz im Dorf aufbauen kann. Die Töpferin und Werklehrerin bietet gut besuchte Keramikkurse an, führt den Ausbildungsbetrieb und beschäftigt über das Jahr 1 bis 2 Mitarbeiterinnen. Ein geglücktes Projekt, das seit Jahren Leben ins Dorf bringt.

Guarda Kräuter: eine Erfolgsgeschichte

1986 vermietet die Stiftung Pro Guarda einer jungen Familie das Haus 87 zu günstigen Konditionen. Damit werden gute Startbedingungen für den entstehenden Kräuteranbau und deren Verarbeitung und Vermarktung geschaffen. Dank unermüdlichem Einsatz entwickelte sich «Guarda Kräuter» über die Jahre zu einem kleinen Unternehmen mit 2-3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jahresschnitt.

Tessanda Engiadinaisa: Webstube, Korbflechterei und Laden

1989 übernimmt die Stiftung die Webstühle und das Inventar der Weberei Tessanda Engiadinaisa aus Scuol. Sie unterstützt eine Familie bei der Gründung einer Weberei, Korberei und Heimatwerkladen in Guarda. Die Familie kann in Guarda ein eigenes Haus erwerben und das Geschäft vergrössern.

Mehrwert: aus Turn- wird Mehrzweckhalle

1996 finanziert die Stiftung Vorhänge und eine Verbesserung der Akustik, um aus der Turnhalle eine Mehrzweckhalle zu machen. Dort finden kulturelle Anlässe statt – eine Bereicherung fürs Dorf.

Sport- und Spielplatz: für Einheimische und Gäste

1998 hilft Pro Guarda mit, einen Sport- und Spielplatz einzurichten. Im Winter wird dieser zum Eisplatz. Er wird von Einheimischen und Gästen rege genutzt.

Haus Torel: gegen kalte Betten

Auch in Guarda wird die unerfreuliche Oberengadiner Entwicklung zunehmend spürbar: Immer mehr Häuser (rund 30%) werden als kurzzeitig bewohnte Ferienhäuser genutzt. In der Folge finden Familien, welche sich in Guarda niederlassen wollen, keinen bezahlbaren Wohnraum. Um diesen Trend zu stoppen, erwirbt die Pro Guarda 2002 das Haus Torel. Das Haus wird renoviert und mit einer Zentralheizung ausgestattet, damit es ganzjährig mit angemessenem Komfort bewohnt werden kann. Pro Guarda vermietet das Haus einer Familie. Im Gebäude mit grossem Umschwung könnten auch Büro- und Gewerberäumlichkeiten eingerichtet werden.

Wiederbelebt: aus Huf- wird Kunstschmiede

Gleich beim Dorfeingang befindet sich eine Schmiede aus dem Jahre 1836. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts wurden dort Huftiere beschlagen. Die Stiftung Pro Guarda sorgt dafür, dass für die verlassene Schmiede ein Schmied gefunden wird. Heute bewirtschaftet ein Kunst- und Bauschlosser, der in Giarsun lebt, die alte Schmiede.

Gerettet: der Dorfladen


Dass Guarda so vital ist, liegt massgeblich am Laden. Ende des letzten Jahrhunderts stand er kurz vor dem Aus. Die Besitzerfamilie der Ladenlokalitäten, die Betreiber des Dorfladens und die Pro Guarda finden zusammen mit der Berghilfe einen Weg, den Laden zu modernisieren und so am Leben zu erhalten. Heute floriert er. Die von der Stiftung Pro Guarda mitfinanzierte Einrichtung wurde 2010 kostenlos der Besitzerfamilie übertragen.

Guarda Avegnir: Zukunftskonferenz Guarda

In welche Richtung soll sich Guarda entwickeln? Wo hat das Dorf Stärken und Chancen? Wo hat es Schwächen? Diese Fragen haben Dorfbewohnerinnen und –bewohner, engagierte Ferienhausbesitzer und Gäste in themenbezogenen Arbeitsgruppen diskutiert. Die Initiative “Guarda Avegnir” ist seit 2014 abgeschlossen. Diverse Projekte wurden aufgenommen und werden einzeln weiterverfolgt, so auch die “Chasa Guarda”.

 

Guarda, 15. Mai 2017. Der Stiftungsrat der Fundaziun Pro Guarda hat einstimmig beschlossen, das Projekt eines Kultur- und Begegnungshauses in Guarda nicht mehr weiter zu verfolgen. Die Voraussetzungen, welche eine erfolgreiche Realisierung der „Chasa Guarda“ ermöglichen würden, sind nicht erfüllt. Die „Chasa Guarda“ war als vielfältiger Begegnungs- und Ausstellungsort für Einheimische und Gäste geplant.

Lesen Sie die ganze Mitteilung :
Mitteilung der Stiftung Pro Guarda betreffend Beendigung Projekt Chasa Guarda.

Was wollte die Pro Guarda ursprünglich erreichen:
Beim Projekt “Chasa Guarda” handelt es sich um das aktuell umfangreichste Vorhaben der Stiftung Pro Guarda für die nächsten Jahre. 2002 hat die Pro Guarda die “Chasa Torel” erworben um Zuzügler aus dem Unterland eine Wohngelegenheit zu vernünftigen Mietkosten zu gewährleisten. Wie jedes traditionelle Engadiner Bauernhaus besitzt auch die “Chasa Torel” eine umfangreiche Kubatur Stall und Scheune. Diese seit Jahren unbenutzte und nicht ausgebaute Fläche soll nun nutzbar gemacht werden. Die Bevölkerung, die Besucher von Guarda aber auch die ganze Region soll in Zukunft von dieser Umgestaltung profitieren.

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